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Inplay-Info » Spieljahr: 2012 » [ Zum Kalender ]
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Löwenherz
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« “Entschuldige für den jetzt folgenden Überfall und dass ich mich nicht als Gentleman erweise. Aber darf ich erfragen wie alt du bist? Meine Ausrede ist, dass ich mir zwar recht sicher bin, dass du volljährig bist, sogar sehr sicher, aber lieber gehe ich auf Nummer sicher, dass du legal trinken darfst.“ »
| Inplaytracker (4) | ||||||||||||||||||||||||
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| Archivierte Szenen(1) | ||||||
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Who am I?
These are my roots.
Name & Deckname
Jules Gabriel Raines
Er mag Spitznamen und hat nichts gegen jedwede Varianten seines Namens oder Neuerfindungen, auch ist er die französische anstatt englische Aussprache seines Namens gewohnt und korrigiert da niemanden.
Alter & Geburtstag
echtes Alter: *22.02.1942, 70 Jahre
Herkunft
Killiney Beach, Kanada
Bildung
- Elementary School, Kelowna (bis Klasse 6)
- KLO Middle School, Kelowna (Klasse 7-9)
- Kelowna Senior Secondary School, Kelowna (Klasse 10-12) – Highschool Diploma
Beruf/Job
angestellter Hubschrauberpilot in Seattle, aktuell Fortbildung zum SAR-Piloten
Familie
Mutter
Leah-Jolie Raines (Mensch, Rentnerin), *1923, weiße Kanadierin, offen, schrullig, lebensbejahend, ihrer Zeit voraus, spielt auch heute noch Streiche wenn sie kann, der nötige Gegenpol zu ihrem Mann und ihre Beziehung ist die Verkörperung von sich anziehenden Gegensätzen, lässt ihren Kindern viel durchgehen und sich frei entfalten, ist Einzelkind und liebt eigentlich eine möglichst große Familie, genießt es sehr Besuch zu bekommen von ihren Kindern und Kindeskindern, ihr fortgeschrittenes Alter belastet sie und auch ihren Mann, der sie pflegt, auch wenn sie noch recht rüstig scheinen mag. Jules vergöttert sie.
Vater
Khenan (Löwenwandler, freischaffender Autor von Reisebüchern), *1776, schwarzer Jamaikaner, vor den Vampiren in seiner Heimat geflohen, zusammen mit anderen Jamaikanern lieber als Sklave der Weißen nach Nova Scotia transportiert worden lassen, als weiter unter Vampiren zu leiden. Er hat Jules stark geprägt mit seiner enormen Aversion Vampiren gegenüber, aber auch in der Rechtschaffenheit. Auch hat er ihm oft gelehrt wie wichtig es ist, sich niemals unkontrolliert zu wandeln oder anderweitig als Wandler aufzufallen. Und obwohl Jules ihn nie als schlechten Vater bezeichnen würde, gerieten sie doch einst so stark aneinander, dass Jules sich von ihm lösen musste. Mitunter wurde die Beziehung der beiden zu toxisch für den Sohn, aber dies relativierte sich mit der Zeit in Trennung und durch Arbeit beider Seiten und dem Beistand der Rest der Familie sind sie wieder stärker zusammengewachsen. Auch wenn es immer noch zu lernen gibt, von beiden Seiten. Heute hilft Khenan zusammen mit Josie Leah einen möglichst schönen Lebensabend zu bereiten.
Jules und Khenan haben vage Pläne in ein paar Dekaden nach Afrika zu ziehen, um inmitten der letzten Löwen leben zu können, solange es sie noch gibt, in der Hoffnung sie sind bis dahin nicht ausgestorben.
Geschwister
vier menschliche Schwestern:
Jacquelyn: *1948, Kinderkrankenoberschwester, verheiratet, drei Kinder
Jessamine: *1954, Kommunalpolitikerin, verheiratet, zwei Kinder
Jillian: *1959, Architektin, wohnt in Dawnskap Bay mit ihrem Gatten und den Zwillingen Madeleine + Nicholas
Josie: *1962, Rechtsanwaltsgehilfin, lebt mit ihrem Mann und Sohn bei ihren Eltern
Mit insgesamt fünf Frauen aufzuwachsen hat Jules im Charakter wohl genauso stark geprägt, wie sein Vater in Bezug auf Wandlerdinge und als ältester Sohn war das ganze nochmal eine Ecke herausfordernder. Ganz automatisch wurde er zu ihrer aller Beschützer, jemand der die Regeln forcierte, der es verstehen konnte was es hieß eine schwarze Frau in dieser Welt zu sein, wie man Streit schlichtete und gar nicht erst aufkommen ließ, was es hieß zu teilen, aber auch wie es war das einzige Wandlerkind zu sein. Er wird sie alle sterben sehen müssen und dieser Gedanke ist immer in seinem Hinterkopf, auch wenn er ihn ganz weit nach hinten schiebt. Er liebt körperliche Nähe zu ihnen, sie zu umarmen, einen Kuss auf die Stirn zu geben, der coole Onkel für seine Nichten und Neffen zu sein, seine gesamte Familie umherzufliegen wohin auch immer sie möchten. Auch wenn örtliche Distanz zwischen ihnen ist, so ist das Band der Familie immer stark.
Risk a glance?
There is more you can see.
Aussehen
Größe: 187 cm
Haarfarbe: schwarz, trägt mal Glatze, ist aber auch mal faul und lässt sie wachsen, dann gerne kurz in einem Iro oder wild gelockt
Augenfarbe: dunkelbraun
Statur: sehr muskulös und durchtrainiert
Kleidungsstil: praktikabel, zeigt aber auch gerne seine Muckis, mag Accessoires
Körperliche Besonderheiten: Narben durch den Angriff zweier Vampire: Biss am Hals, Stichwunden an Brust und Oberschenkel
Charakterliche Eigenschaften
abenteuerlustig, entdeckungsfreudig // bemutternd, beschützerisch // anspruchslos, bescheiden, bodenständig // belastbar, dickfellig// ausgeglichen, beständig, harmoniebedürftig // einfühlsam, mitfühlend // einsatzbereit, fleißig, tatkräftig, hilfsbereit // etwas eitel // familiär // feministisch // hoffnungsvoll // kinderlieb // kommunikativ, kontaktfreudig, sozial, gesellig, kameradschaftlich, teamfähig // risikobereit // lacht sehr gerne // loyal // moralisch, rechtschaffen, gutherzig, aufrichtig // naturverbunden, tierlieb // pansexuell // pflichtbewusst // philanthropisch // pragmatisch, unkonventionell // prinzipientreu // promiskuitiv // erkennt Rassismus, wo andere ihn nicht sehen (wollen) // reiselustig // rücksichtsvoll, aufmerksam // selbstlos // selbstsicher // spirituell // stolz // typisch kanadisch, aber untypisch männlich // unproblematisch // verantwortungsvoll // verlässlich // vertrauenswürdig // weltoffen // zuvorkommend
Stärken & Schwächen:
x) sehr beherrscht
x) aufopferungsvoll
x) (allermeist) offen und tolerant
x) große Lebenslust und ansteckender Optimismus
x) couragiert
x) Wo andere Hässlichkeit, Minderwertigkeit, Schwächen sehen, kann er gut die Qualitäten in Personen/Dingen erkennen und aufzeigen.
y) manchmal zu gutgläubig und somit ausnutzbar
y) mag sich nur schwer helfen lassen
y) Es lässt sich mit ihm nur schwer streiten, aber manchmal müssen unangenehme Dinge herausgearbeitet werden, anstatt der ständigen Harmonie wegen umgangen werden.
y) kann zu einer Glucke werden und es mit dem Beschützen übertreiben
y) Ist von seinem Vater Vampiren gegenüber so negativ vorgeprägt, dass er es als nicht möglich empfindet und nicht gewillt ist ihnen eine faire Chance einzuräumen. Aber er arbeitet aktiv daran ...
Vorlieben & Abneigungen:
x) seine Familie
x) körperliche Nähe
x) fliegen und die Natur der ganzen Welt kennenlernen können, um sie zu erleben und zu fotografieren
x) ohne ständiges aufpassen als Löwe frei leben können
x) gebraucht werden
y) Vampire
y) Rassismus, Frauenfeindlichkeit, Homophobie & Co.
y) zu große Hitze (in Menschengestalt)
y) Tierquäler, Umweltschädiger
y) sich nicht sicher fühlen, Leuten misstrauen
Besonderheiten:
Jules war schon auf jedem Kontinent, außer den Polen, gewesen. Schon früh hatte er es sich angewöhnt für etwaige freie Stunden nach und vor Flügen immer eine Kamera dabei zu haben und die Orte, an denen er sich aufhielt festzuhalten. Aber nicht einfach nur die typischen Touristendestinationen, sondern lieber die besonderen Ecken, da wo es nicht viele Menschen hinzog. Auch wenn er nichts gegen Menschen hat, muss er sie nicht oft in Massen um sich haben. Der Vorteil von kleinen Flugzeugen (wie er selbst eines besitzt) ist ja auch, dass man wirklich fast überall landen kann. An allen Orten, die in seinen Augen irgendetwas Besonderes an sich hatten oder an denen er etwas Besonderes erlebt hatte, hinterlässt er gerne Inuksuit aus Steinen und fotografiert sie (soweit möglich und erlaubt). Es ist sein persönliches „Jules war hier“-Zeichen, aber auch noch viel mehr, denn der Kanadier steht auch hinter dem Glauben und der Geschichte der Inuksuit.
Er würde nicht von sich behaupten religiös zu sein, aber er ist gläubig. Allerdings nicht an den christlichen oder irgendeinen anderen der großen Götter, vielmehr haben es ihm die viel älteren Glauben angetan. Er weiß, dass es noch mehr zwischen Himmel und Erde gibt, auch wenn er es nicht genau in Worte fassen kann, aber er glaubt an mehr. Er glaubt an die Kräfte der Natur, der Tiere und an Magie, das Spirituelle. Aber damit geht er nicht hausieren, es ist sein ganz persönlicher Glaube, der ohne direkte Gebete an Gottheiten auskommt. Dieser Glaube erfüllt ihn und macht die Welt lebendiger für ihn.
Auch haben dieser Glaube und das Auseinandersetzen damit zu einem Ritus nach der erfolgreichen Jagd geführt. Er weiß, dass es ein Naturgesetz ist, dass die Starken die Schwachen fressen und dies ist für ihn nicht minder natürlich. Dennoch empfindet er eine gewisse Art von Mitleid mit seiner Beute. Er tötet niemals wahllos, sondern beobachtet die Tiere erst genügend, um weder Eltern, noch zu junge Exemplare, oder im schlimmsten Falle gar einen anderen Wandler zu erwischen, sondern möglichst alte oder kränkliche Tiere oder Einzelgänger. So will es der natürliche Zyklus, damit die Starken sich fortpflanzen und die Spezies nicht schwächer werden. Nach der Erlegung der Beute, geht er für einen Moment in sich und dankt dem Tier, dass es für ihn gestorben ist, damit er weiterleben kann ohne sein inneres Tier „verhungern“ zu lassen. Auch entschuldigt er sich gedanklich für etwaige Pein, die er der Beute angetan haben könnte. Dieses Mitleid ist für ihn Teil der Natürlichkeit, dass Wandler eben auch einen Menschenanteil in sich tragen und steht dem Gleichgewicht seines Selbst nicht im Wege. Auch achtet er nach seinem Mahl natürlich darauf, keine eindeutigen Spuren einer Löwenattacke einfach so in der Wildnis zurückzulassen, wo Löwen nicht natürlich vorkommen.
Jules ist auch jemand, der nicht besonders gut fluchen kann. Falls er es mal tun sollte, wirkt es altmodisch mit Ausdrücken wie „Donner und Doria“, „Potztausend“, „Himmel, Arsch und Zwirn“ usw. „Verdammt“ und „Scheiße“ kommt durchaus auch vor, aber es ist höchst selten, dass er mal zu derben Kraftausdrücken greift. Er kann durchaus wütend werden und es ist dann wirklich nicht mit ihm zu spaßen, aber dies ist er in der Lage ohne diverse Eruierungen von „fick dich“ von sich zu geben.
Gesinnung
durch und durch gut
Menschen
Schützenswert. Der Großteil seiner Familie ist menschlich und somit sind sie der größte Teil seines Lebens. Er hatte bisher mehr mit Menschen zu tun als mit Wandlern, was er sehr schade findet, aber nicht bereut, denn er hat nichts gegen sie. Ihnen gehört die Welt genauso wie anderen Rassen, auch wenn sie nichts von ihnen wissen. Und gerade deswegen müssen sie beschützt werden vor übernatürlichen Gefahren. Jules steht der Menschheit genauso loyal gegenüber wie den Wandlern. Jäger betrachtet er da genauso individuell wie andere Menschen auch, es gibt gute, nicht gute und Exemplare, die alles dazwischen bedienen.
Werwölfe
Meidenswert. Einfach der Gefahr wegen und weil er mit ihnen auch ohne Vollmond charakterlich wohl nicht klar kommen würde. Er bedauert es, dass es diese Wesen geben muss für sie selbst und für all ihre Opfer.
Hexen
Faszinierend. Ihre Nähe zu den Elementen und damit der Natur hat es Jules sehr angetan. Leider hatte er bisher nur wenige Gelegenheiten sich mit ihnen ausführlich auszutauschen, aber immer wenn es möglich war, genoss er diese Gespräche sehr. Er weiß nicht wie ihre Magie funktioniert, aber dies möchte er auch gar nicht unbedingt, die Mystik dahinter ist viel zu interessant, als dass sie auseinander genommen werden müsste. Er genießt das Wissen, dass es Hexen gibt. Das macht die Welt reicher für ihn.
Dämonen
Sind ihm unbekannt und er weiß nicht wirklich etwas über sie. Andere glauben an sie, also wird er dies nicht in Frage stellen, aber er denkt eigentlich nie über Dämonen nach.
Wandler
Werden fast sofort zu seiner erweiterten Familie, egal welche Wandler es sind. Er steht ihnen sogar so gut gegenüber, dass er Gefahr läuft ihnen zu viel zu vertrauen, ohne sie wirklich überhaupt zu kennen. Auch da zieht der Mangel an negativen Erfahrungen. Er braucht regelmäßigen Kontakt zu ihnen und sucht diesen auch aktiv. Auch wenn er sich unter Menschen wohl fühlt, unter Wandlern fühlt er sich doch einfach etwas wohler (seine Familie ausgenommen, auch wenn es größtenteils Menschen sind, bleiben sie die Nr. 1 für ihn).
Vampire
„Nur ein Aschehaufen ist ein guter Vampir.“ Da ist er leider recht negativ durch seinen Vater vorgeprägt, der unter ihnen leiden musste in dessen Heimat Jamaica. Jules möchte offen und tolerant sein, aber dies ist am unmöglichsten bei den Blutsaugern, denn er ist einfach nicht imstande ihnen zu trauen und auch nicht gewillt es zu probieren. Selbst wenn sie jung und gut sein sollten, werden sie älter und immer unguter, seiner Meinung nach. Er geht zwar nicht aktiv gegen sie vor, aber sie sind für ihn weitaus mehr Feind als sie jemals Freund sein könnten und er kann niemandem vertrauen, der sich auf diese Monster uneingeschränkt einlässt.
You want more?
There is a world behind the shades.
Rasse
Gestaltwandler: Löwe
Kopfrumpflänge inkl. Schwanz: ca. 2,70 m
Schulterhöhe: ca. 1,18 m
Körpergewicht: ca. 207 kg
sandfarbenes Fell
pompöse dunkelbraune Mähne
-aktiv bei Nacht bis Morgendämmerung
-auf kurzer Distanz gefährlich (bis zu 65 km/h schnell), kein Langstreckenläufer
-geduldig, strategisch jagend
-bis zu 6 m langer Sprung
-Augen 5-8x lichtsensibler als bei Menschen (brauchen nachts nur 1/6 des Lichts, welches Menschen brauchen um etwas sehen zu können), sehen tagsüber hauptsächlich in blau/grün
-Gehör erkennt Beute bis zu knapp 2 km entfernt
-lautes Gebrüll, kann bis zu 8 km weit noch gehört werden
-Schnurren beim Ausatmen (klingt wie lautes tiefes Brummen)
-16-20 Stunden ruhen pro Tag
-können noch vier Tage ohne Wasser überleben; auch lange ohne Fressen
-fressen alle 2 - 3 Tage, pro Mahlzeit bis zu 35 kg Fleisch
Fähigkeiten
Stärken des Wandlers
+ als Mensch: deutlich verbesserter Geruchssinn + 50% stärker, als jemand der gleichen Statur
+ Wunden heilen 2x schneller als beim Menschen, außer Bisswunden eines Vampirs
+ als Löwe: 3x stärker als ein echtes Tier
+ Alterung wird aufgehalten, wenn länger in Tiergestalt
Schwächen des Wandlers
- keine Wandlung bei mangelnder Energie
- sehr schmerzhafter Vampirbiss
- für Vampire unwiderstehliches und sehr nährreiches Blut
andere Fähigkeiten
Pilotenexpertise:
- schnelles Troubleshooting
- sehr gute Hand-Augen-Koordination
- gutes technisches Verständnis und Wissen über die Flugzeuge + Hubschrauber, die er fliegt
- die physikalischen Kräfte und sich selbst mit seinen Fähigkeiten korrekt einschätzen
- schnelles Auffassungsvermögen mit guten Sinnen
- auch bei langen Flügen ohne Vorkommnisse wachsam bleiben
- Multitasking
- gute Konzentrationsfähigkeit
- sehr gute körperliche und geistige Verfassung
- Teamfähigkeit und Führungsvermögen
- Planungs- und Organisationsfähigkeiten
- Stressresistenz
- die nötige Wetterkunde
Sonstiges:
spricht fließend französisch
als Löwe ein sehr guter Kämpfer (vorderranging Verteidiger), als Mensch gerade mal passabel
Zugehörigkeit
Wandler-Wohngemeinschaft
Aurenfarbe
Blau: + harmonisch, verlässlich, treu, ruhig, klug, mutig, ehrlich
- kühl, distanziert, passiv
Gelb: + wachsam, optimistisch, lustig, lebensfroh
- neidisch, eifersüchtig
Grün: + lebendig, naturnah, optimistisch/hoffnungsvoll
- unreif, giftig/zynisch
Rot: +energetisch, aktiv, liebenswürdig, wollüstig
- aggressiv, temperamentvoll, cholerisch
How's my life?
Life is the greatest adventure.
Was bisher geschah …
Vor Jules Geburt, genauer gesagt sogar noch einige Zeit vor dem Kennenlernen von Leah, war Khenan durch den Diebstahl eines Koffers von Blutdiamanten, die einem von ihm getöteten Vampir gehörten, an ein großes Vermögen gekommen. Dies ist ein dunkler Fleck in seiner Vergangenheit, nicht nur der Diebstahl an sich, sondern auch die aktive Jagd auf Vampire und was es aus ihm gemacht und gekostet hatte. Khenan hatte Freunde verloren durch die Blutsauger, selbst Lebenswillen war darauf beschränkt, dass er dafür lebte, dass sie vernichtet wurden und sein abgrundtiefer Hass auf sie schien so manches Mal das einzige zu sein, was seinem Leben Erfüllung gab, ihm eine Aufgabe gab. Bis er aufgezeigt bekam, was Leben eigentlich wirklich war und dies durch eine quirlige weiße Kanadierin. Sie hatte ihn nicht vor sich selbst gerettet, dies vermochte Khenan alleine, aber sie brachte etwas in sein Leben, das er verloren geglaubt hatte.
0 Jahre 22.02.1942 – Geburt
Leah-Jolie war noch jung gewesen, ihre Schwangerschaft war ungeplant und auch wenn die beiden sich bereits seit zwei Jahren kannten und ihre Liebe immer weiter gewachsen war, so schien die Aussicht ein Kind in die Welt zu setzen eigentlich nur noch größere, als die schon bestehenden Hürden in das Leben der beiden zu bringen. Aber es kam zum Glück anders. Man sagt oft, dass die Geburt des eigenen Kindes einen veränderte und nicht anders war es.
Jules war ein normales Kind, eigentlich, aber wie jedes Kind von Wandlern musste auch er bereits früh lernen diese Tatsache als Geheimnis zu wahren. Aber es war ein gutes Geheimnis und er wünschte sich sehnlichst, auch ein Löwe sein zu können.
Dies oder jedes andere wilde Tier wünschte er sich auch für seine Schwestern, aber je älter der Knirps wurde, umso mehr in Ordnung wäre es für ihn gewesen wie seine Mutter zu sein, damit sie damit nicht alleine war. Jules wuchs zu einem feinen ordentlichen Jungen heran, pflichtbewusst, ehrgeizig darin seinen Vater stolz zu machen. Was leider nicht einfach war. Hatte er etwas neues in seinem Leben entdeckt, seien es Comics, ein weiterer aufregender Beruf, den er unbedingt erlernen wollte, wenn er groß war, oder welche sportlichen Errungenschaften er mit nach Hause brachte – sein Vater war nur schwer zu begeistern. Oft erntete er nur ein Lächeln und ein Nicken, so dass seine Mutter öfter Ziel seiner Begeisterung für etwas wurde, als dass er dies bei Khenan versuchte. Wenn er hingegen Bockmist gebaut hatte, dann war die Aufmerksamkeit seines Vaters etwas, auf das er sehr gerne verzichtet hätte, denn sie bestand, je nach Schwere, auch mal aus Schlägen. Seine Schwestern wurden davon immer verschont, so war dies in Ordnung für ihn, wenn er der einzige blieb, er kannte es eben nicht anders und besser.
13 Jahre 1955 – 1. Wandlung
Im Sommer 1955 war Jessamine knapp ein Jahr alt und Jacquelyn litt als Siebenjährige immer mehr am Mittelkindessyndrom. Bei Jules machte sich die Pubertät langsam immer bemerkbarer, weshalb Khenan nun noch argusäugiger auf ihn achtete und ihm immer mehr einbläute sich gefühlsmäßig in der Öffentlichkeit unter Kontrolle zu halten, damit etwaig bei einer Wandlung keine Katastrophe geschehen konnte. Eigentlich wäre es ja absolut wunderbar, wenn Ju sich als Wandler herausstellen sollte, aber er bekam immer mehr ein mulmiges Gefühl bei dem Gedanken, wegen seinem Vater. Obwohl er noch jung war, war ihm schon bewusst wie sich sein Leben verändern würde nach der Wandlung und das nicht nur weil Khenan ihm schon eifrig darin unterrichtet hatte, wie es war ein Wandler zu sein und was damit einherging. Was Jules noch nicht wusste war, dass Khenan einen Nachfolger suchte, jemanden der nicht nur seine Familie, sondern auch die Menschen vor Vampiren schützte, die sich immer weiter in Nordamerika ausbreiteten, während er als Vater für seine jungen Töchter da war. Es war allerdings immer mehr zu spüren und schwebte wie eine dunkle Wolke über dem Teenager, welche Last auf seine Schultern geladen würde, sollte die Wandlung vollzogen werden.
Eine ungewöhnlich heiße Sommernacht war es, als dieses Schicksal einen Sprung nach vorne machte. Jules wurde als Babysitter abgestellt am Abend des Hochzeitstages seiner Eltern, als diese außer Haus waren. Jess konnte bis dato noch nicht laufen und Jacquie wollte sich unbedingt als viel besserer Babysitter erweisen als ihr Bruder, als ob sie etwas beweisen musste, sich herausstellen musste damit ihre Eltern ihr mehr Aufmerksamkeit schenkten. Jules wusste nicht wie es war das mittlere Kind zu sein und war der Meinung es als Ältester am schwierigsten zu haben. Jacquelyn wollte partout nicht auf Jules hören, der allerdings durch sie ja bereits Erfahrungen mit Kleinkindern sammeln konnte. Es war ein sehr stressreicher Abend für ihn, an dem er immer wieder versuchte der Klügere zu sein und nachzugeben, damit kein unnützer Streit aufkam. Unnötig sich auf Jessamine projizierend ließ Jacquie ihr zu viel Freiraum und sie überall hin krabbeln wo sie hinwollte, sie alles anfassen was sie anfassen wollte, alles in den Mund stecken und ansabbern was erreichbar war. Regeln waren ja doof und ihr großer Bruder noch doofer. Bei der Sicherheit hörte es bei ihm aber auf und er haute ordentlich auf den Putz, damit Jacquelyn realisierte wo ihre Art sich zu geben noch hinführen konnte. Aufmerksamkeiten haben wollen auf Gedeih und Verderb und damit keine Rücksicht auf Verluste zu nehmen war töricht. Jules hätte es in diesem Moment so absolut gar nicht gebraucht, dass Jessamine seine Lautstärke zu viel war, sie anfing zu weinen und dann sogar wegzulaufen. Sie lief, das erste Mal, mehrere Meter und auch die Geschwindigkeit wurde von ihren zwei Geschwistern unterschätzt. Gerade noch hitzig wegen der Standpauke für Jacquie kam jetzt schlagartig Panik auf, als Jess ins Arbeitszimmer ihres Vaters lief (ein Ort der eigentlich tabu sein sollte für die Kinder und aus dem Khenan sie alle immer wieder rausgeschmissen hatte) und drohte hinzufallen und sich weh zu tun. Sein Vater würde ihn umbringen, würde ihr etwas passieren und das auch noch in dem Raum, wo sie gar nicht reindurfte. Dass dieser nicht abgeschlossen war, war Absicht gewesen. Jules verfluchte sich, verfluchte Jacquie, hatte einen Riesenschrecken bekommen, als Jess plötzlich anfing zu laufen und konnte es nur haarscharf verhindern, dass nichts schwerwiegendes passierte als sie hinfiel und weinte. Beim Auffangen seiner Schwester kam der Junge allerdings mit dem Fuß an ein Regal und diese Erschütterung führte dazu, dass ein sehr altes und für seinen Vater persönlich wertvolles Artefakt aus Jamaica herunterfiel und zerbrach. Eine laut meckernde Schwester im Türrahmen, ein weinendes Kind in den Armen und ein zerbrochener Gegenstand, der bedeutete dass er den wohl größten Ärger und Prügel seines Lebens bekommen würde waren in dem Moment einfach zu viel für den Heranwachsenden. Als Jess auf den Boden plumpste weinte sie noch mehr, aber Jacquie wurde geschockt plötzlich stumm als ihr Bruder sich in Nebel verwandelt hatte. Dann wurde auch Jess mit einem Male von ihrem Weinen abgelenkt durch einen Löwen, der über ihr stand und wohl den größten Schock von allen im Gesicht stehen hatte. Jules war es in dem Moment erst noch gar nicht aktiv bewusst, dass er nicht mehr als Mensch dastand. Allerdings waren die Farben, die er nun sah sehr anders und auch die Perspektive stimmte gar nicht mehr, wie sie vorhin noch war. Jess tätschelte sein Fell und als er dann zu ihr heruntersah und seine Pranken entdeckte blieb er stocksteif stehen ohne sich zu rühren. Jules hatte sich gewandelt, das waren Löwenpranken, er war wirklich ein Löwe wie sein Vater. Eigentlich ein Grund zu großer Freude, aber diese Empfindung würde noch einige Zeit dauern, bis sie eintrat. Erst war dort nur Schock und Angst. Immer noch Angst vor seinem Vater wegen dem zerbrochenen Artefakt, dann aber auch Angst davor Jess aus Unkoordination gerade irgendwie weh zu tun, die aber gar nicht von seinem Fell ablassen wollte und ihn weiter betäschelte. Jacquelyn erwachte aus ihrer Starre und war so geistesgegenwärtig ihre Schwester auf die Arme zu nehmen. Dass sie allerdings weiter herumzickte und Jules Schuldgefühle sogar noch höher trieb trug absolut nicht dazu bei, dass er imstande war sich von alleine wieder zurück zu verwandeln.
Als seine Eltern spät abends wieder nach Hause kamen, fanden sie Jules als Löwen vor, getrocknete Tränen im Gesicht, erschöpft, ängstlich und konfus. Jacquelyn plusterte sich auf, dass sie ja komplett alleine für Jess hatte sorgen müssen, weil ihr ach so großer Bruder nichts richtig gebacken kriegen konnte und nur für Schlamassel gesorgt hatte. Woran er ja alles Schuld trug wurde von ihr breit getreten, aber auch zu Jules Überraschung hatten Jacquies anschuldigende Worte kaum Wirkung auf ihre Eltern. Sie sahen nur den Löwen vor sich, fasziniert und besorgt. Seine Mutter war sofort auf in zugetreten und hatte ihn umarmt, dies hatte er so sehr gebraucht, schon vor Stunden. Als Khenan dann näher trat, wich er erst noch scheu zurück, aber sein Vater griff ihn sich einfach und umarmte ihn ebenfalls. Eine Umarmung und schon gar nicht so eine innige und lange war von Seiten seines Vater eine Seltenheit gewesen. Die größte körperliche Nähe zu ihm hatte er immer nur mit ihm als Löwen erfahren und jetzt dies. Vollkommen perplex und eigentlich immer noch scheu von Angst ließ er alles zu was mit ihm getan wurde. Keine lauten Worte, selbst als Jacquie es laut herausstellte, was Ju kaputt gemacht hatte, ganz im Gegenteil, wurde dies sogar noch als unwichtig abgetan. All ihre Versuche die vermisste Aufmerksamkeit zu bekommen scheiterten und sie wurde noch mehr ignoriert als vorher. Zumindest an diesem Abend, denn der galt jetzt nur noch Jules.
Khenan trainierte Jules von nun an intensiver in Wandlerdingen, unter anderem darin wie die Wandlung leichter zu vollziehen wäre (aber dies brauchte viel Zeit), wie man sich als Löwe verteidigte, wie es leichter wäre als Löwe zu kommunizieren, ganz wichtig war wie man jagte und weiterhin das Kontrollieren seines Innersten und allerlei andere wichtige, nützliche aber auch sogar überraschenderweise spaßige Dinge. Je weiter dieses Training voran schritt, umso sichtbarer wurde es allerdings, welche Intentionen Khenan noch verfolgte, außer seinen Sohn einen hervorragenden Wandler werden zu lassen. Aber noch war Ju weiterhin zu naiv und blind, um dies als etwas Ungutes anzusehen. Den Drill erachtete er als nötig und normal.
17 Jahre 1959 – guter Highschool Abschluss
17 Jahre 1960 – Umzug Familie nach Saskatoon
Um sich für seinen Abschluss und die Prüfungen davor vorzubereiten stellte Jules das Training etwas mehr hinten an und konzentrierte sich vollends auf seine Noten. Die Unterstützung seiner Familie half ihm dabei einen guten Abschluss zu schaffen, auch wenn erst noch einiges an Stress durchzustehen worden war, aber seine Noten brauchte er wahrlich nicht verstecken.
Nur was tat er jetzt? Ihm stand doch eigentlich die Welt offen, eigentlich. Er hatte darüber nachgedacht zum Militär zu gehen, besonders die Luftwaffe hatte es ihm da angetan, nicht wegen der Gewaltausübung, nicht wegen der Waffen, nicht um seinem Land zu dienen, sondern trotz dieser Dinge, um anderen zu helfen und auch um seinen Vater stolz machen zu können, denn welcher Vater hätte es schon nicht gerne einen renommierten Luftwaffesoldaten seinen Sohn zu nennen, aber dies wäre leider zu riskant für einen Wandler geworden. Riskant wurde langsam auch das fast nicht-altern seines Vaters. Welche Wege er also beruflich auch einschlagen wollte, sie würden warten müssen, bis ein neues Zuhause gefunden worden war, 1300 km und zwei Provinzen entfernt.
18 – 20 Jahre 1960 – 1962 diverse Jobs, hauptsächlich handwerklicher Natur, um Geld für Ausbildung zu verdienen
College oder Universität hätten seine Eltern nicht schlecht gefunden für die nächsten Schritte in Jules Leben, aber die Gedanken an Studium gefielen ihm nicht so ganz. Natürlich würde er danach einen besseren Job finden können, aber es fühlte sich nicht nach Jules‘ Stil an. Für sich selbst und seine Wünsche einstehen war noch nicht seine starke Seite geworden, dies müsste er erst lernen, aber einige Gespräche mit seinen Eltern brachten genügend Erkenntnisse darüber zum Vorschein, was das beste für ihren Sohn wäre und zwar sich nicht von ihnen seinen Lebensweg vorschreiben zu lassen.
Er griff seinen früheren Traum auf und beschloss nach den Sternen zu greifen, oder zumindest dem Himmel. Pilot zu werden hätte auch für seine Familie so viele Vorteile, er könnte sie hinfliegen wo auch immer sie gerne hin mochten. Was er vorher nicht wusste, seine Mutter hatte Kanada noch nie verlassen, noch nicht einmal war sie bis zu den zwangsweisen Umzügen jemals in anderen Provinzen gewesen. Dies wollte Jules ändern, er wollte seiner Familie mehr Freiheit besorgen und er wollte fliegen lernen.
Zwar wäre nicht mehr der gewünschte militärische Hintergrund und das damit einhergehende Prestige (für seinen Vater) gegeben aber Pilot war ja doch noch Pilot. Nur war die Ausbildung leider recht teuer und auch wenn das Geld seitens seines Vaters vorhanden gewesen war, so wollte dieser seinem Sohn nicht alles in den Rachen stecken. Sowohl wie vorher Autoführerschein wie jetzt auch Pilotenschein sollte er sich hauptsächlich selbst erarbeiten. Also musste Jules anfangen zu jobben. Handwerklich war er schon immer begabt gewesen und so suchte er sich so viele Jobs er meistern konnte und ohne Ausbildung imstande war zu bewerkstelligen und sparte.
20 – 24 Jahre 1962 – 1966 Ausbildung zum Piloten in Saskatoon (teilzeitig, nebenbei weiter jobben um die Ausbildung zu finanzieren, wird später teils vom Vater geldlich unterstützt)
24 Jahre 1966 – nimmt sich eigene Wohnung, dann Anstellung als Pilot in Saskatoon
Zwei Arten von Pilotenausbildung waren möglich, die Academy oder die Teilzeit-Ausbildung. Erstere kostete zwar weniger und man war schneller fertig, aber man musste auch die gesamten Kosten auf einmal bezahlen. Somit wählte Jules die Teilzeit und bezahlte nur die Stunden, die er auch wirklich an der Pilotenschule verbrachte. So würde es länger dauern, aber er hätte mehr Zeit zu jobben. Jules wählte den Weg des kommerziellen Piloten und wollte auch alle Zusatzscheine machen, bis auf den des Fluglehrers. Dies könnte er später immer noch nachholen, sollte ihn sein Weg dahin führen. Zur Belohnung für bestandene Zwischenprüfungen bekam er von seinem Vater stets Geld, um die nächsten Einheiten bezahlen zu können und noch etwas für sich übrig zu behalten. Er wuchs zu seinem immer stattlicheren jungen Mann heran, der keine Wandlungsprobleme mehr hatte wie noch als Jugendlicher, trainierte wann er konnte und auch seine Jobs waren körperlich fordernd. Das Training mit seinem Vater gefiel ihm allerdings leider immer weniger, denn ihm fiel immer mehr auf, wie sehr es einem zu disziplinierten Drill ähnelte, und auch wenn er einmal vorgehabt hatte zum Militär zu gehen, so wollte er dies aber doch nicht zu Hause spüren. Während der Ausbildung blieb er weiterhin zu Hause wohnen, dies war einfach der kostengünstigere Weg.
Nach bestandener Prüfung und offizieller Anerkennung als Pilot bekam er von Khenan einen Geldbonus geschenkt, den er sich nie erträumt hätte. Nach nicht langer Arbeitssuche und –findung nutze Jules diesen Bonus aber für etwas, das sein Vater so hatte nicht kommen sehen, obwohl es nur ein logischer nächster Schritt schien. Jules zog aus und nahm sich eine eigene Singlewohnung in der Stadt. Natürlich liebte der junge Wandler seine Familie und die Nähe zu ihnen, aber er brauchte und wollte seine Freiheit und was Eigenes, was die bestandene Prüfung ihm bot. Er besuchte seine Familie oft, aber er fing auch endlich an, sein eigenes Leben zu leben und er genoss es.
In den Jahren als Pilot und alleine wohnend hatte sein Charakter eine Entwicklung durchgemacht. Immer mehr wurden Sexabenteuer zu einem Teil von ihm und immer weniger ließ er sich von seinem Vater unterweisen. Sein eigener Charakter fing an sich immer mehr zu festigen, er wurde stolzer, bewusster darin wer er wirklich war und was er wollte, woran er glaubte und wie seine Zukunft aussehen sollte.
30 Jahre 1972 – Abkapselung vom Vater und Anschlussfindung an Katzenrudel, weiter entfernt in sehr ländlicher Gegend / Kündigung in Saskatoon
30 – 45 Jahre 1972 – 1987 Leben im Rudel im Gebiet um Elbow Lake, Pilot auf Honorarbasis
Diese Zukunft sah allerdings ganz anders aus, als Khenan gehofft hatte. Nach den x-ten Streitigkeiten um Moral, Ziele, Zukunftsvisionen, um Hass auf Vampire, Schutz der Familie, Ehrgeiz, Willen und Sehnsucht wurde es Jules zu viel. Es tat ihm fast physisch weh, aber er musste um seiner selbst willen die toxische Beziehung zu seinem Vater kappen. Dies ging leider nur, wenn er dem Rest seiner Familie ebenfalls den Rücken kehrte. Es war seine Entscheidung und bis auf seinem Vater wurde diese respektiert.
Er hatte bereits durch sein Umherkommen als Pilot andere Katzenwandler eines Rudels gute 400 km entfernt kennengelernt. Sie würden ihn aufnehmen. So kündigte er fast genauso schweren Herzens seine Piloten-Anstellung und zog fort.
Das Gebiet um Elbow Lake war weitaus ländlicher, aber dies gefiel ihm als Abwechslung sehr gut. Hier konnte man leichter frei als Großkater herumlaufen. Aber das Fliegen konnte er nicht auf lange Sicht bleiben lassen, er brauchte die Lüfte. Aber da er kaum Geld zum überleben benötigte, genügte es ihm Pilot auf Honorarbasis zu sein, anstatt einer Festanstellung. Dies erleichterte einiges.
Die Jahre zogen ins Land und Jules wäre wohl noch längere Zeit so glücklich geblieben, mit sporadischen Besuchen bei seiner Familie, dem Leben im Rudel und dem Fliegen. Aber das Rudel wurde uneinser, es gab immer mehr Streitigkeiten zwischen den Jungen und Alten, dazu kamen noch unnötige Eifersuchtsdramen, Kräftemessen, und allgemeiner Unmut mit dem Rudelführer. Auch alles Gute hatte einmal ein Ende und so spaltete sich das Rudel. Ein Teil von Jules wollte sich darum bemühen für einen Teil von ihnen der neue Rudelanführer zu werden, aber auch wenn er im Kampf wohl mit vielen mithalten hätte können, so wollte er sich diesen Posten nicht mit Gewalt nehmen, er wollte gewählt werden. Die allermeisten wählten aber die Ungebundenheit.
45 Jahre 1987 – Auflösung des Rudels
45 – 47 Jahre 1987 – 1989 loses Umherziehen und Zielsuche // Treffen auf Youma, die schwanger von ihm wurde ohne sein Wissen, abtrieb und einfach verschwand
Jules wanderte noch wenige Jahre umher, machte einen Motorradführerschein und kaufte sich eine Harley Davidson. Da er immer schon ein sparsamer Bube gewesen war und man als Pilot wirklich gut verdiente, knauserte er da auch nicht. Der Weg war ja bekanntlich das Ziel, aber zielloses umherwandern war nicht auf lange Zeit der richtige Weg für Ju.
Die Jahre entfernt von seiner Familie hatten dafür gesorgt, dass auch die negativen Gefühle seinem Vater gegenüber entfernter waren, entrückter und nicht mehr so präsent. Vielleicht war es an der Zeit eine Annäherung zu unternehmen, denn auch wenn Jules ein stolzer Mann war, so hinderte ihn dies nicht daran die Menschen, die er liebte wieder in seinem Leben haben zu wollen. Und vielleicht hatte auch sein Vater verstanden, was warum schief gelaufen war zwischen ihnen.
Mittlerweile lebte nur noch seine jüngste Schwester bei seinen Eltern und sie hatten in Thunder Bay ein neues zu Hause gefunden, welches nun merklich weniger lebhaft war. Bei der überraschenden Ankunft Jules und der Offenbarung gerne wieder bleiben zu wollen, lief es nicht wie beim Heimkommen des verlorenen Sohnes ab. Schön wäre es gewesen und so wäre es auch gekommen, wenn sein Vater nicht so stur gewesen wäre. Aber der junge Löwe war sturer und bemüht darum, dass sie sich alle wieder wie eine Familie anfühlten, dass das Band wieder gestärkt wurde und dass beide Männer wachsen mussten, der Familie willen. Es würde dauern, aber die Arbeit wäre es wert.
47 Jahre 1989 – Zurückziehen zur Familie nach Thunder Bay / neue Papiere
47 – 59 Jahre 1989 – 2001 Festanstellung als Pilot / Erkundung der eigenen Sexualität
Zum ersten Mal musste Jules sich daran gewöhnen einen anderen Namen zu tragen, denn seine ursprünglichen Papiere hatten leider einfach ein unrealistisches Alter für sein Aussehen. Wie viel eine neue Identität beinhaltete war ihm vorher gar nicht so klar gewesen, genau wie er stärker aufpassen müsste, dass die gefälschten Unterlagen nicht zu sehr unter die Lupe genommen werden würden. Nichts wurde simpler, je mehr die Technologien voranschritten. Mit dem Fortschritt von Flugzeugtechnologien mitzuhalten war allerdings weniger ein Problem für Jules. Was Internet, Handys & Co. anbelangte hinkte er viel eher hinterher. Aber seine neue Festanstellung verlangte auch das Auseinandersetzen mit diesen Dingen und so würde er sich auch nicht wie ein altes Eisen vorkommen.
Die Jahre vergingen immer schneller, die Welt drehte sich immer schneller und auch wenn Jules das Gefühl hatte das Leben langsamer zu nehmen, so fühlte er sich aber nicht zurückgelassen. Auch wenn andere zwei Schritte tun mochten, es genügte ihm einen zu tun. Das Alter sah man ihm nicht an, aber er fühlte es, wenn auch nicht in seinen Knochen. Dass er aber immer noch viel zu lernen hatte und noch mehr zu verlernen hatte, dies machte sich bemerkbarer. Der Löwe war in einer Gesellschaft aufgewachsen, in der es illegal war homosexuell zu sein. Dass er Frauen lieben konnte, das wusste er, aber der Gedanke an mehr, kam ihm nicht. Ihm war einfach gar nicht bekannt gewesen, dass es nicht nur mehrere sexuelle Orientierungen gab, sondern sogar mehr als nur zwei Geschlechter. Erst als er bei einem one night stand herausfand, warum eine Frau nicht roch wie andere Frauen und zwar weil sie männlich geboren worden war, wurde ihm diese Welt der Vielfalt eröffnet. Und es begannen sich Dinge für ihn zu erklären, Gefühle, die er gehabt hatte, Gedanken und Phantasien. Er fühlte sich zu dieser Frau hingezogen, obwohl sie noch einen Penis besaß, zusätzlich zu den operierten Brüsten. Sie stieß ihn nicht ab. Durch sie lernte er sich selbst besser kennen und akzeptieren, auch wenn die Welt leider noch nicht so weit war. Sie wurde mehr als nur eine Bettgeschichte, jedenfalls so lange bis es leider Zeit war fortzuziehen, denn er war erneut bereits zu lange an einem Ort gewesen und es fiel immer mehr auf, dass er nicht merklich alterte. Sie blieb unwissend und sie zu verlassen zerbrach sein Herz.
59 Jahre 2001 – Kündigung und Umzug nach Winnipeg
63 Jahre 2005 – Kauf eines eigenen Flugzeuges
59 – 69 Jahre 2001 – 2011 Festanstellung als Pilot
69 Jahre 2011 – Kündigung / klappert Familie in Kanada ab, zuletzt in Dawnskap Bay ab Mitte Juli
Aber jedes Herz konnte heilen, wenn man es ließ. So heilte auch seines und er lebte sein Leben weiter, auch wenn es wieder entfernter von der Familie war. Um seinem Sehnen nach ihnen besser entgegen wirken zu können, erfüllte er sich einen Traum, auf den er schon länger hingespart hatte und kaufte sich ein eigenes Flugzeug, welches er liebevoll Banane nannte. Immer wenn die Zeit es erlaubte, schaute er so bei seiner gesamten Familie vorbei, die auf Kanada und sogar die USA verteilt war. Auch besuchte er andere Exrudelmitgliedel.
Weitere Jahre zogen ins Land und leider wurde es erneut Zeit die Örtlichkeit und den Arbeitgeber zu wechseln. Er hasste dies, aber es musste sein. Auch wären neue Papiere fällig. Wohin es ihn als nächstes treiben würde, wusste er noch nicht. So besuchte er erneut seine Familie und suchte nach Inspirationen für seinen weiteren Lebensweg. Zuletzt war seine Schwester Jillian dran. Was Dawnskap Bay noch alles für ihn parat hält bleibt abzuwarten.
im Laufe des Augusts 2011 - Kennenlernen seines "Findelkindes" Adam, der sich mit der Zeit in Jules verliebt, Ju sieht aber viel eher ein metaphorisches Verwandtschaftsverhältnis
26.08.11 - Eintritt ins Katzenrudel
Oktober 2011 - Ju trifft auf eine alte Wandler-Weggefährtin, die ihm offenbart, dass sie, bevor sie früher einfach plötzlich verschwunden war, von ihm schwanger geworden war und das Kind abegtrieben hatte.
18.10.11 - Verteidigung des Wolfrudels gegen Jäger-Angriff, Jules hat das erste Mal einen Menschen getötet zur Verteidigung
15.11.11 - Ju rettet einen Vampir vor einem Irati, indem er dem Irati den Kopf abbeißt als Löwe. Hätte er mal nicht, denn der gerettete Vampir stellt sich als Bedrohung für Wandler und Menschen dar. Er hatte eine Wandlerin lange gefangen gehalten.
18.11.11 - Ein Ahn und ein noch sehr junger Vampir vom Haus der Schatten bringen Jules fast um
09.12.11 - Trennung von seiner Freundin Celina, gerade erst aufgeflammt nachdem sonst nur Bettgeschichten waren, aber die Thematik Vampir ist leider der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt und sie merken, sie passen als Freunde einfach besser als als Partner
12.12.11 - Rudelanführer Paul stellt das Rudel vor ein Ultimatum: entweder man steht voll hinter ihm und seiner Politik oder man hat keinen Platz mehr im Rudel. Da Ju nicht mit Pauls Vampir-Politik einverstanden ist und generell gewillt ist ihm Kontra zu geben, muss Jules somit gehen.
10.01.12 - Einer Freundin aus dem Rudel hilft Jules gegen einen Stalker physisch anzukommen und wird in ihr Drama hineingezogen.
16.02.12 - Jules' Patenkind war von Vampiren entführt und gefangen gehalten worden. Fiore wird von einem anderen Vampir befreit und Jules holt Fio ab.
16.03.12 - Um seiner vermeintlichen Vampirbekanntschaft zur Hilfe zu eilen prescht Jules als Löwe in einem Waldstück zur Rettung, um dann gesagt zu bekommen, dass gar keine Gefahr herrschte. Unwohl und angespannt lässt er sich darauf ein zum Essen und Trinken eingeladen zu werden in einem Pub.
05.05.12 - sein Patenkind Fiore und der Vampir, der ihn rettete (Kinay) treffen sich zur Aussprache
26.06.12 - Ju lernt Tessa kennen, es knistert
28.06.12 - Jules und Paul treffen seit Dezember das erste Mal wieder aufeinander
And at the end?
Just a few more things.
Spielername
Clarissa
Avatarperson
Ricky Whittle
Zweitcharakter(e)
Solomon, Tristan
