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Who am I?
These are my roots.
Name & Deckname
Ab 10.10.2003: Lilouenn Hayes
Aurora L. - Blog
Lou
Bis 09.10.2003: Clara Lilouenn Jones
Nur Clara
L
CJ - Blog
Alter & Geburtstag
36 Jahre, 04.05.1976 geboren - 09.10.2003 gestorben mit 27 Jahre
Herkunft
Bis 09.10.2003 - Las Vegas, Nevada
Ab 10.10.2003 auf dem Ausweis aus Montana
Bildung
College in Las Vegas - Bachelor of Arts in Journalism and Media Studies
High School Diploma
Beruf/Job
Freelance Investigative Journalist & Writer
Familie
Simone Jones – Geb. 1955 – Mensch.
Zu ihrer Mutter hatte sie eigentlich immer ein gutes Verhältnis. Zwar wollte sie für ihr Kind eine bessere Laufbahn was den Beruf betraf, weshalb sie häufiger mal ein wenig Streit hatten, aber das war immer recht harmlos. Ihre Mutter ist eine Rechtsanwältin.
Ralph Jones – Geb. 1951 – Mensch. Als Kriminalpolizist hatte ihr Vater immer besonders viele interessante Dinge zu erzählen, kein Wunder, das seine kleine Blume Interesse an ungeklärten Fällen hatte. Lilouenn hatte ihren Vater sehr geliebt. Sie hofft weiterhin, dass er sich endlich zur Ruhe setzt und nicht irgendwann einmal in die falschen Fänge gerät.
Edmond Winters - geb. 01.11.1975 - Mensch. Edmond ist die Liebe ihres Lebens und verlobter - auch wenn diese Verlobung schon 10 Jahre her ist. Sie vermisst sein Lachen, seine Wärme, seine Worte. Den Ring an ihrem Finger der für ihre Verlobung und Liebe stand, trägt sie von nun an um den Hals, dicht über ihrem Herzen. Ihre Hoffnung, dass sie ihn wieder sieht... blüht täglich mehr und mehr.
Nicolas Thomson – Erschaffer – Vampir (Geboren? Gestorben? Wirklich gestorben ?)
Über Nicolas weiß sie nicht viel, nur dass er geduldig und mit all seiner Ruhe und kraft ihr geholfen hat, zu verstehen, was sie nun war und ihr die Möglichkeiten der neuen Welt gezeigt hatte. Vielleicht fühlte sie sich zu Anfang auf einer gänzlich irrationalen weise angezogen von ihm, doch später entwickelte es viel mehr zu einem Vater – Tochter Verhältnis.
Bis er verschwand.
Risk a glance?
There is more you can see.
Aussehen
Größe: 1,68m
Haarfarbe: Blond
Augenfarbe: Eisblau
Statur: Sportlich, Schlank
Körperliche Besonderheiten: Ihre Haut ist blass und makellos, genau das macht den Kontrast in ihrem Gesicht aus. Denn aus den hellblauen Augen strahlt Empathie und Großmut, während das blonde Haar weich um ihre festen Gesichtszüge fällt. Ein stetes ehrliches, warmes Lächeln liegt auf ihren Lippen zu liegen. Eine große Narbe an der Innenseite ihres Oberschenkels erinnert jedoch an ihr früheres Leben und an den Unfall, der ihr menschliches Leben beendete. Sie ist der sichtbare Grund ihres Todes – und gleichzeitig eine der wenigen Spuren, die von der Frau geblieben sind, die sie einst war.
Charakterliche Eigenschaften
Stärken & Schwächen:
+ warmherzig, großmütig, freundlich, entschlossen, emphatisch- stur, dickköpfig, verbissen, naiv , eifersüchtig
Vorlieben & Abneigungen:
+ Comics, Tiefgründige Gespräche, Lange Strecken laufen, Lesen, Natur- Gewalt und Mord, Lärm, Besserwisser, Menschenmassen, von nun an die Sonne
Besonderheiten:
- hat die letzten Monate im Schatten über Edmond gewacht (wohl eher gestalkt?)
- will sich immer noch am Morgen in die Sonne setzen, weil sie sich nach der Wärme sehnt. Deshalb nimmt sie für einen ganz kurzen Moment eine lehre Tasse in die Hand und genieß die Jugend des Vampirdaseins, um wenigstens für zwei Minuten ein normales Leben zu spielen.
- weiß immer noch nicht alles über Vampire, will sich aber nicht so tief darin verlieren. Ihr reicht es, dass die meisten riesige Mörder sind. So möchte sie nicht werden. Niemals!
- Hat sich inzwischen wieder eine alte Schreibmaschine angelacht. Sie liebt diese Nostalgischen Dinger und nach dem Tod konnte sie ja nichts aus der Wohnung mitnehmen.
Gesinnung
Gut. Am liebsten so gut wie früher, mit Herz und Seele, aber das klappt wohl nicht mehr.
You want more?
There is a world behind the shades.
Rasse
Vampire Liberi
Fähigkeiten
- Laufen, sie liebte das Joggen, vor allem aber Parkour laufen zu gehen.
- Schnelle Auffassungsgabe
- Gute Menschenkenntnis
- Hartnäckigkeit oder Verbissenheit - sie lässt nicht locker
- Malt sehr gerne (Aquarell/Öl)
Zugehörigkeit
Vorerst alleine.
Sie mag zwar in beiden Häusern einen Vorteil sehen, aber sieht genauso viele Nachteile für Edmond und sie.
Also schlägt sie sich lieber ohne durch.
Aurenfarbe
Grün, blau, grau - leicht schwarz
How's my life?
Life is the greatest adventure.
Was bisher geschah …
Wie sie ihren Namen hasste.
Das einzige, wozu der Zweitname gut war, "verdeckte Einsätze", in denen die anderen sie Lou nannten. Lilu manchmal. Ihre Eltern belächelten es, wenn sie sich über diesen aufregte, doch mit 8 Jahren war das alles noch süß. Später hatte sie diesen Zweitnamen einfach ad acta gelegt. Verschwunden.
Sie war Clara Jones. Punkt.
1993 bis 1996 bestritt sie am College in Las Vegas ihr Bachelor of Arts in Journalism and Media Studies. Dort begegnete sie Edmond Winters. Er war ihr nicht sofort aufgefallen, doch sie belegten beide historische Geschichte und Psychologie. Es gab noch den ein oder anderen Kurs, den sie zusammen hatten. Irgendwann begannen sie, zusammen zu lernen, weil der eine das Buch hatte, was der andere gerade benötigte. Es wurde gemeinsam für Test gelernt und irgendwann fasste Edmond den Entschluss, sie auf ein Date einzuladen.
Clara freute sich darüber, denn sie hatte es insgeheim gehofft, wollte jedoch nicht den ersten Schritt machen. Es war schnell klar, dass er sich nicht von ihren Vorlieben für SinceFiction, Comic und Mangas in die Flucht schlagen ließ, im Gegenteil.
Vielleicht war auch das mitunter der Grund, dass sie ihm ihren verhassten Zweitnamen anvertraute. Er hatte geschmunzelt und sie einen Witz darüber gemacht. Er hatte ihn aufgenommen und erwidert und sie lachten beide darüber.
Seitdem nannte er sie immer nur noch L. Ein kleiner Geheimname, ein einziger Buchstabe, den sie wie ein stolzes Wappen vor sich her trug.
Die meisten dachten, dass es sich auf das l in Clara bezog. Vielleicht war es auch ein Kosename, 'Love'?
Es war jedenfalls schön, so ein kleines Geheimnis nur mit ihm zu haben.
Zusammen konnten sie das College abschließen und sich gemeinsam auf Jobsuche begeben.
1996 bis 1999 - Lokaljournalistin
Sie beide wohnten noch weiterhin in ihren Elternhäusern, getrennt voneinander und doch sahen sie sich jeden Tag. Zunächst arbeitete sie bei einer großen Zeitung als Lokaljournalistin. Nach bereits einem Jahre merkt ihr Chefredakteur, das Clara verdammt hartnäckig war. Wenn sie über einen kleinen Vermisstenfall berichtete, gab sie sich nicht mit der offiziellen Version zufrieden. Wenn drei Menschen unabhängig voneinander dasselbe erzählten, wollte sie wissen, warum. Wenn ein Polizeibericht Widersprüche enthielt, fragt sie nach. Vielleicht auch bedingt durch ihren Vater. Und dann bekam sie 1999 die Chance, größere, längerfristige Geschichten zu recherchieren. Sie bekam die Möglichkeit, sich in den Investigativjournalist einzufügen. Durch ihre persönliche Liebe zum Datenjournalismus ging sie viele Dinge an.
Nur Edmond war ihr geheimer Held, denn er schaffte Dinge mit dem Internet, die sie im Traum nicht mal bewerkstelligen konnte.
2000 bis 2003 - Investigativ-/Lokaljournalistin + Blog
Weitere Jahre gingen ins Land.
Jahre, in denen sie für die Lokalzeitung arbeitete, nicht selten verzogen die Beamten die Mienen, wenn sie an Ort und Stelle war. Clara hatte sich einen eigenen Namen gemacht, losgelöst von ihrem Vater, vor allem aber mit ihrem privat geführten Blog „The Other Side of Vegas“, in dem sie über alles Berichtete, was derzeit noch keine große Medienwirkung hatte. Ungeklärte Vermisstenfälle, merkwürdige Todesfälle, alte ungelöste Kriminalfälle, Menschen, die behaupten, etwas Ungewöhnliches gesehen zu haben (Ufo Sichtungen natürlich!), historische Fälle und Gerüchte und lokale Legenden. Sie interessiert sich für Menschen und Geschichten, bei denen etwas nicht zusammenpasst. Damit bekam ihre Liebe zu allem, was aus dem All stammte, oder von ihrem Vater erzählt wurde einen eigenen großen Platz. Nein, ihr Lieblings-Superheld war nicht Superman, aber dennoch fand sie diese Richtung enorm spannend.
Spannend war auch die Zeit, in der Edmond und sie zusammen zogen. Ihre eigene kleine Wohnung, der Beginn eines neuen Lebensabschnittes. Clara war stolz auf ihren Freund, dass er sich mit den IT-Dingen so ins Zeug legte. Immer wieder witzelte sie darüber, dass sie ja eigentlich ein kleines „Team Evil“ werden könnte, sie könnten sehr reich werden, wenn sie die richtigen Leute ausnehmen würden. Aber Clara würde niemals die Linien überschreiten. Sie tat Dinge, die manche nicht tun würden, doch den Schritt weiter, den Edmond gegangen war (Hacken), würde sie sich nicht wagen.
Anfang 2003 - Verlobung
Anfang 2003 führte Edmond sie in die Bibliothek in Las Vegas, dort in den Ruhebereich. Clara schwärmte noch, dass sie sich hier ja auch erst richtig begegnet sind, als er schon auf die Knie vor ihr ging. Sie war ihm so unfassbar dankbar, dass er den Ring hier herausholte.
Wo sie keiner sah, wo keine Aufmerksamkeit auf sie beide gelegt wurde.
“Ja” schluchzte sie und fiel ihm um den Hals. Mit niemandem außer ihm würde sie ihr Leben verbringen wollen.
Er, nur er sollte an ihrer Seite weilen, bis der Tod sie scheiden würde.
Über das Jahr hinweg planten sie gemeinsam die Hochzeit. Vor der Hochzeit wollten sie noch in den Urlaub.
Doch eine Geschichte für den privaten Blog ließ sie einfach nicht los. Es war ein ungeklärter Vermisstenfall wie so viele zuvor auch. Ein Mann verschwand 1978.
Dann einer 1989. Dann eine Frau 1996. Alle Fälle wurden nie miteinander verbunden, bis Clara eine Gemeinsamkeit entdeckte: In den Akten taucht immer wieder dieselbe Beschreibung auf: ein großer, dunkelhaariger Mann, blasse Haut, ungewöhnlich alte Augen, mal dunkel, mal Rot leuchtend, immer einen Trenchcoat, dunkel Grau.
Wurde von mehreren Zeugen gesehen Zufall oder nicht, sie veröffentlichte ihren Artikel über ihren Blog.
Eine Woche vor dem Urlaub. Ein Tag vor dem Urlaub berichtete Sie in ihren sozialen Medien, wo es hinging.
In die wunderschöne Landschaft Kanadas, durchs Inland hoch, an der Küste zurück. Es würde herrlich werden.
09.10. 2003 - die Wandlung
Zwei Wochen, wunderschöne Natur in Kanada. Erholung von den Planungen der Hochzeit und gemeinsame weitere Momente sammeln.
Viel zu schnell war der Urlaub vorbei.
Viel zu schnell war ihr Leben vorbei.
Klassischer Roadtrip, um auch die Westküste ihrer Heimat kennenzulernen, fuhren die beiden gerade zurück, als sich der Unfall ereignete.
Zuerst wusste Clara nicht, was ihr geschah.
Ein lauter Knall, Rauch und zischen, ihr Kopf dröhnte. Sie spürte den Ruck, der durch ihren Körper ging, merkte aber nicht die Glasscherben, merkte nicht den Schmerz, der sich durch ihren Körper zog.
Wie sie auf die Straße gekommen war, wusste sie nicht.
Immer wieder wurde es dunkel, dann stand er plötzlich über ihr.
Ein Mann, dunkles Haar. Trenchcoat, seine Augen leuchteten Rot.
Unglaublich, wie das Gehirn im Zuge des Todes noch verarbeiten konnte. Clara schaffte es, den Arm zu heben, auf ihren Verlobten zu zeigen.
„Bitte... Edmond...“ sie sah dem Unbekannten entgegen, der wie eine Marmorne Statur über ihr stand, dann wurde es kalt.
Alles wurde dunkel.
Aus der Dunkelheit drang ein Schmerz, so tief und unendlich, dass sie schreien wollte und doch kein Laut herauskam.
Hitze so sengend, als würde Feuer über ihren Körper lecken.
Noch einmal bäumte sich alles in ihr auf, ohne dass ihr Körper reagierte und dann war es endlich vorbei.
Der Schmerz hörte auf, die Stille senkte sich über sie.
Dunkelheit.
Clara war nicht mehr.
Lilouenn erwachte.
Als sie zu sich kam, lag sie auf einer alten Couch in einem dunklen Haus. Niemand schien anwesend zu sein, sie schien alleine zu sein.
Stöhnend setzte sich Lilouenn auf, konnte sich nicht mehr genau erinnern. Versuchte es, versagte. Frustriert sah sie sich um, bis sie ihn bemerkte.
Er stand in einer Ecke, sah sie an, wie es nur ein Raubtier auf Beutezug tat.
Dann machte es 'Klick'.
Groß, dunkelhaarig, Augen alt und rot leuchtend. Einen Trenchcoat.
Vor ihr stand der Mann aus ihrer Blogbeschreibung. Nein, es war der Mann, der über ihr gestanden hatte?!
Doch zu mehr war sie nicht fähig, denn ein Hunger erfasste sie, einen, den sie so noch nie gespürt hatte.
Unergründlich.
Unstillbar.
Neben diesem Hunger flohen die gerade herauf beschworenen Gedanken von Edmond und dem Unfall.
Von dem, was danach geschah.
2004 – 2006 – Ausbildung bei Nicolas Thomson
Ein Vampir!
Ein beschissener Blutsauger.
Das war sie jetzt.
Nicolas hatte sie die letzten Monate Schritt für Schritt vorbereitet. Sie hatte sich mit ihm angefreundet, nachdem sie die erste Hysterie hinter sich hatte. Nachdem ihr klar war, dass sie auch hätte tot sein können. Denn die Narbe an ihrem Oberschenkel sagte es ihr ganz deutlich.
Das war ihr Tod, Claras Tod und er hatte ihr eine Möglichkeit gegeben, zu einem neuen Leben zu kommen.
Doch ihr Körper funktioniert anders. Ihre Sinne waren völlig verändert.
Sie hat Hunger. So unstillbar, dass Nicolas sie die ersten Monate beinahe in dem heruntergekommenen Haus einsperren musste.
Ihre erste Handlung, als sie sich von der Angst und dem Hunger los gerissen hatte, war nach draußen zu eilen (wie gut, dass es Nachts war!) und den volltrunkenen Mann der ihr entgegen taumelte anzufallen. Der Hunger war so enorm stark und ihre Sinne außer Kontrolle, dass sie nicht mal richtig seine Halsschlagader getroffen hatte. Mehr recht als schlecht saß immerhin noch seine Kehle an Ort und Stelle, auch wenn es dem Mann am Ende eh egal war. Er war tot.
Erst später wurde ihr klar, was sie getan hatte.
Wozu sie imstande war, wozu sie fähig war und am liebsten wäre ihr alles wieder hochgekommen.
Am liebsten hätte sie sich mit Schmierseife den Mund ausgewaschen. Doch den Instinkten am Anfang zu trotzen, das hatte sie nicht geschafft.
Da draußen wäre sie eine große Gefahr und Nicolas wusste das.
Er selber war nicht gerade gern gesehen. Wohl eher gesucht. Da stieg Sie jedoch noch nicht ganz hinter, wer mit wem und wieso warum.
Nicolas half ihr, sich zu verbessern, in der Jagd, in der Taktik, wie sie wohlwollender ihr Essen zu sich nahm.
Es schien, dass er sie mochte, vielleicht erinnerte sie ihn an jemanden?
Nicht nur ihr Aussehen, sondern auch mit alledem, wie sie sich noch am Leben festhielt?
Er hatte ihr erzählt, dass er sie eigentlich nach ihrem Blogeintrag beobachtet hatte. Sie war ihm zu dicht auf der Spur gewesen, zu nah dran.
Doch es hat ihn fasziniert zu sehen, dass Lou nicht um ihr Leben bat, sondern das von Edmond.
Da war noch mehr, doch Nicolas wollte über das mehr nicht sprechen.
Lilouenn versuchte das Positive zu sehen, versuchte in den dunkelsten Stunden an Edmond zu denken, an ein Leben, das sie vielleicht noch immer führen könnten.
Dieses Fleckchen Land, auf dem sie trainierte – denn nichts anderes war es - wurde vertraut. Sie befanden sich in Parker, in Washington, direkt neben dem Indianer Reservat, vor den Toren einer größeren Stadt. Dort gingen sie aus. Nacht für Nacht. Nicht weil sie jagen wollten, sondern um dem Verlangen zu widerstehen, beim ersten Puls die Fangzähne in das Opfer zu rammen. Ihre Sinne zu nutzen, ihre Beweglichkeit zu fördern. Zu schauen, wie sie an Blutkonserven kam, denn das war ihre neueste Nahrungsquelle.
Nicolas hielt nichts von den Konserven, er lehnte es ab, liebte das warme noch pulsierende Blut, verstand aber, dass sie selber keine Menschen mehr töten wollte. Er brachte ihr die gröbsten „Regeln“ um zu Überleben bei, behielt jedoch seine Geschichte immer für sich.
Dann verschwand er eines Nachts und ließ sie alleine zurück.
Alleine in einer Welt, die ihr immer noch schier den Atem raubte.
Sie wusste nicht, ob man ihn erwischt hatte, ob er fliehen musste, ober er sie einfach nicht mehr ertragen konnte?
Sie ihm zu weich war?
Sie ihn zu weich machte?
Wer auch immer er war, er nahm die größten Fragen mit sich.
2006 - 2011 - Flucht durch Jäger
Lou zog nach Sacramento, Kalifornien. Dort begann sie, Arbeit zu suchen.
Wieder in ihren Ursprungsjob hineinzuschlüpfen, war gar nicht so schwer – mit gefälschten Papieren zumindest machbar. Dennoch entschied sie sich für eine freiberufliche Arbeit. Sacramento war näher an Nevada dran, so konnte sie ihre Eltern besuchen - doch sie beschloss, dass sie sich ihnen nicht zeigte. Sie hatten bereits um sie getrauert, das hatte sie ihrer Recherche entnommen. Sie hatten sie beerdigt, ein Jahr nach dem Unfall, ein Jahr, ohne dass man sie fand.
Einen leeren Sarg.
Man hatte gemutmaßt, dass sie tot sei, denn die Blutlache hatte keinen anderen Schluss zugelassen. Lou hatte sich Zugriff auf die Akten verschafft.
Doch wohin Edmond gegangen war, nachdem er aus dem Krankenhaus entlassen wurde, gab ihr ein Rätsel auf. Sie überwachte sein Elternhaus, während sie ihr Geld weiterhin verdiente. Was sie nicht bedachte, war, dass man ihr mehr und mehr wegen der Blutkonserven auf die Schliche kam.
Also musste sie innerhalb eines Jahres noch einmal umziehen. Doch immer wieder hatte sie seine und ihre Eltern besucht, hatte mitbekommen, wie seine Mutter mit dem Krebs kämpfte. Hatte ihr sogar unbekannter weise eine gute ersparte Summe überwiesen. Ob sie überlebt hatte, den Kampf gegen den Krebs, hatte sie nicht mehr mitbekommen.
Hätte sie noch ein Herz besessen, wäre es in tausend Stück zersprungen. Sie vermisste sie alle, aber ihn ganz besonders, seine warme Haut, seinen Geruch, sein Lachen, die Art, wie er mit ihr zusammen die Welt gesehen hatte. Doch Lilouenn war trotz ihrer sonst so positiven Art vorsichtig geworden.
Jäger kamen ihr abermals auf die Schliche und sie wurde gezwungen, weiter wegzuziehen. Als junge, unerfahrene Vampirin, die so sehr gegen den Drang des Blutes ankämpfen musste, wich sie auch häufig auf Tiere aus, aber wann immer sie es schaffte, würde sie sich an Blutkonserven bereichern. Es war nur schwer, an diese heranzukommen. Mit den Jägern im Nacken floh sie Richtung San Antonio, leider bekam sie hier zwei Rückschläge in Sachen Menschenblut. Ihr war nicht bewusst, wie unglaublich gut ihr Blut riechen konnte und das sie – wenn sie lange Zeit nichts mehr hatte, einfach nicht mehr gegen ihren eigenen Instinkt ankämpfen konnte. Doch das große Massaker blieb aus.
Einige Monate weiter zog sie Richtung Dallas. Dort hatte sie sich beinahe mit einem Werwolf angelegt.
Werwolf!
Das hatte ihr Nicolas so nicht gesagt. Oder meinte er das, mit dem Flohteppichen?
Aber warum sollte es keine Werwölfe geben, wenn es auch sie gab, Vampire?
Weiter ging es. Einmal durchs Land, um ihre Spuren zu verwischen und sich genau den Dingen zu stellen, gegen die sie so viel Recherchiert und aufgedeckt hatte.
Nun wurde sie zu ihrem eigenen Mordbrett.
Zog ihren eigenen roten Faden quer durchs Land.
Immer weniger hatte sie auf dem Weg Menschen getötet.
Langsam kam sie zurück zu sich selbst, fand die naive, glückliche, lebensbejahende Person in sich wieder. Fand die Liebe wieder, die irgendwo in ihrem stillen, toten Herzen unter der Last des Blutes beinahe zerrissen wäre.
Jetzt brandete sie mit solch einem Drang an die Oberfläche, dass ihr Entschluss Ende 2010 fest stand.
Sie wollte ihn suchen.
2011 - 2012 - Umzug nach Seattle und Beobachtungen
Sie erlag dem Druck, der sich breit machte, wann immer sie an ihren Verlobten dachte und zog Ende 2010 nach Seattle.
Die nähe zu Dawnskap Bay war gut. Schnell konnte sie ihn ausfindig machen und war erstaunt darüber, dass er dort geblieben war.
Sie waren noch durch die Stadt gefahren und kurz dahinter, hatte sich der Unfall ereignet.
Kurz dahinter, war Clara gestorben und Lilouenn wieder geboren.
Immer wieder machte sie sich mit der Stadt vertraut, im Schatten jener Gebäude, in den Nächten, in denen wenig los war.
Ihr Ziel war nur er.
Einzig und allein er.
Dass er jedes Jahr zum Abend des Unfalls dort Blumen ablegte, ließ – wenn es denn noch schlagen würde – ihr Herz aufgehen. Doch sie durfte diesen Kummer nicht erlegen, dieser Dunkelheit. Schnell hatte sie erfahren, dass die beiden Häuser ihrer Rasse hier in der Stadt ansässig waren. Insgeheim wollte sie, dass keiner von der Existenz der Vampire und der anderen erfährt, aber das bedeutete, sich immer von Edmond fernzuhalten. Sich den Menschen zu erkennen zu geben, war also sinnvoller - mit ihnen zusammenzuleben - doch das Haus des Blutes wollte eben nur das, das Blut. Das konnte sie nicht mit ihrem Gewissen vereinen, also blieb Lou lieber für sich allein.
Versuchte, unter beider Radar zu bleiben, unentdeckt.
Allein.
Keinem zu schaden war immer noch ihr 'Ding'.
Das Wort ihre Waffe, ihr Blog die Art, mit ihrem Kummer umzugehen.
Natürlich hatte sie einen neuen Blog - After Dark – Stories They Couldn't Explain .
Sie konnte den alten ja nicht mehr bedienen. Ihre Blogeinträge erhielten den Namen Aurora L.
Aurora, weil sie sich weiterhin das Licht des Lebens erhalten will. Und L auf seine Anspielung von Früher.
Die große Katastrophe am 21. Juni 2011 hatte sie nicht vor Ort mitbekommen. Viel zu spät hatten die Nachrichten in Seattle von den Erdbeben und dem Musikfestival berichtet. In der Nacht hielt es Lilouenn für sicherer, nicht vor Ort zu sein, um zu schauen, ob es Edmond gut ging. Ihre Gefühle für ihn würden sie unvorsichtig machen, würden ihre Augen dauerhaft rot aufleuchten lassen und jeglichem Jäger dort einem Ziel geben. Doch das und seine immer zunehmender Enge zu Jägern beunruhigte Lilouenn zunehmend mehr. Wann immer er mit ihnen verkehrte, zog sie sich zurück, musste ein paar Tage raus aus der kleinen Stadt, zurück nach Seattle.
Eine Tour durchs ganze Land wollte sie nicht noch einmal haben.
April 2012
Vor kurzem hat sie sich dann doch eine kleine Wohnung am Rand Tatham gemietet.
Ob sie sich nun endlich traute, ihrer Liebe entgegenzutreten, auch wenn er sie so, wie sie war, nicht mehr erkennen würde?
Die Angst nagte weiterhin an ihr, jedes Mal, wenn sie daran dachte, sich ihm zu zeigen.
Wie würde er reagieren?
Wie würde sie reagieren?
Hatte sie ihren Blutdurst unter Kontrolle?
Würde er sie versuchen zu töten?
Sie an die Jäger ausliefern?
Diese Abwärtsspirale konnte sie nur durchbrechen, indem sie sich ihm stellte.
Mit allen Konsequenzen.
Es war endlich an der Zeit, aus dem Schatten zu treten.
Nur vielleicht nicht direkt ins Licht.
And at the end?
Just a few more things.
Spielername
Darky
Avatarperson
Natalie Dormer
Zweitcharakter(e)
Nein
Gesuch?/Erwähnte Charaktere
Ja, das Gesuche von Edmond Winters
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Liebe und Sex
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