Irati
Vampire, de die Kontrolle über ihren Blutdurst verloren haben, nennt man Irati (von lat. iratus = zornig). Irati werden nie satt und müssen immer weiter trinken, während die restlichen Vampire ihre Blutgier befriedigen, steuern und beherrschen können. Dabei werden Irati immer ruheloser in ihrer Jagd nach Blut und gehen immer größere Risiken ein, um ihren nicht enden wollenden Hunger zu stillen. Sie werden zunehmend grausamer und zunehmend gleichgültiger gegenüber den Konsequenzen ihrer Handlungen, auch wenn sie nicht dumm sind. Sie sind sich durchaus der Tatsache bewusst, dass beide Vampirhäuser, Hunter und auch andere Rassen auf sie Jagd machen. Nur hindert sie diese Tatsache nicht daran, zunehmend brutaler zu morden und immer mehr Spuren zu hinterlassen, bis sie schließlich einen tödlichen Fehler begehen.
Jeder Vampir kann potentiell zum Iratus werden. Der Ausbruch dieser unstillbaren Blutgier ist nicht an ein bestimmtes Alter geknüpft. Die genauen Ursachen, warum ein Vampir diesem Blutrausch verfällt, sind nicht geklärt. Bekannt ist aber, dass der Zustand nicht heilbar ist. Sobald der Prozess, der anfangs schleichend zunehmend stärker wird, einmal begonnen hat, hält der unstillbare Hunger bis zur Vernichtung des Vampirs an.
Je stärker der Blutrausch wird, umso mehr Fähigkeiten verliert der Vampir auch. Einmal voll ausgebrochen kann der Iratus keine anderen Kreaturen mehr mit seinem Blut heilen, die Kräfte als Geschöpf der Nacht (siehe Fähigkeiten) nicht mehr ausüben und keine Gedankenmanipulation mehr vollführen. Lediglich seine Stärke und Schnelligkeit bleiben unberührt.
Seelenverwandtschaft
Auch wenn viele den Vampiren die Fähigkeit zu Gefühlen absprechen, sind Vampire durchaus auch zu tiefgreifenden Gefühlen in der Lage. Auch aufrichtige Liebe kommt, wenn auch selten, vor, da Vampire im Allgemeinen eher egoistisch und auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind.
Sofern ein Vampir allerdings aufrichtige Gefühle für eine andere Person entwickelt und diese Person die Gefühle ebenso aufrichtig erwidert, kann sie mit dieser Person ein Seelenband eingehen. Möglich sind andere Vampire, Menschen und andere Übernatürliche. Lediglich Dämonen sind hiervon ausgenommen, da diese weder lieben können, noch einen eigenen Körper besitzen.
Um das Band der Seelenverwandtschaft zu knüpfen, muss nicht nur die emotionale Bindung beider Parteien stark genug sein, der Vampir – oder im Fall, dass beide Partner Vampire sind, beide Vampire – müssen ihr Blut der anderen Person zu trinken geben und dies regelmäßig wiederholen. Nach einer täglichen Blutgabe innerhalb von drei aufeinanderfolgenden Tagen ist das Band geknüpft und muss regelmäßig erneuert werden, sonst schwächt es sich über die Zeit ab und die Seelenverwandtschaft endet, auch wenn beide Partner noch aufrechte Gefühle füreinander hegen.
Besteht eine solche Verbindung, können beide Partner den jeweils anderen im Umkreis von 100 Metern spüren. Ebenso fühlen sie den Schmerz des anderen und wissen so, ob der andere leidet. Solange sich das Vampirblut in ihrem Kreislauf befindet, werden sie voneinander angezogen und wissen, wo der andere sich befindet.
Band des Erschaffers
Ähnlich der Seelenverwandtschaft ist das Band zwischen Nachkomme und Erschaffer – nur dass es nur einseitig wirkt und keine aufrechten Gefühle erfordert.
Da ein Nachkomme mit dem Blut seines Erschaffers überhaupt entstanden ist, fühlt der Nachkomme den Schmerz seines Erschaffers, allerdings nicht umgekehrt. Sollte der Erschaffer vernichtet werden, fühlen alle seine Nachkommen einen immensen Schmerz und danach eine tiefe Leere in ihrem Innersten.
Sollte ein Nachkomme vernichtet werden oder Schmerzen leiden, fühlt sein Erschaffer hiervon allerdings nichts.
